Offener Brief an die Politiker

Offener Brief an die Bundeskanzlerin,
alle Bundestagsabgeordneten,
alle Landtagsabgeordneten
alle Ministerpräsidenten
an die Medien

Ich nehme Bezug auf die Drucksache 16/12429 vom 25. März 2009. Hierzu muss noch die Beschlussfassung des Deutschen Bundestages herbeigeführt werden (Federführend ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend).
Die Datenbank „Riskids“ – siehe Anlage – schützt Kinder und Jugendliche gegen ihre Täter. Gegenwärtig werden aufgrund des Datenschutzes die Täter geschützt. „Riskids“ führt zur Entlarvung
der Täter und zum Schutz der Kinder. Deshalb bitte ich Sie persönlich als Abgeordnete/er, sich mit dieser Datenbank auseinanderzusetzen, damit bei der erneuten Beschlussfassung des Deutschen Bundestages endlich „Riskids“ bundesweit benutzt werden darf und Kinderärzte gegen die Kindesmisshandlungen einschreiten und Täter entlarvt werden können. Die Benutzung der Datenbank „Riskids“ in vollem Umfange muss Bestandteil des neuen Kinderschutzgesetzes werden.
Zurzeit bestehen jedoch Bedenken hinsichtlich des § 203 StGB, der bestimmte Berufsgruppen als Geheimnisträger beinhaltet. Die Weitergabe von Privatgeheimnissen ist demnach verboten, d. h. auch für Ärzte untereinander, die dieses ohne Einverständnis des Patienten nicht dürfen.
Kinder, selbst, wenn man logischerweise davon ausgeht, dass sie ihr Einverständnis geben würden, sind jedoch nicht „einwilligungsfähig“, so dass solche Informationen nur mit Einwilligung der Personensorgeberechtigten, also in der Regel der Eltern (mögliche Täter!), weiter gegeben werden dürfen.
Von daher ist es von Wichtigkeit, eine rechtliche Grundlage zu schaffen, um den betroffenen Berufsgruppen Rechtssicherheit und Rechtsklarheit zu geben.
Dementsprechend lässt sich Dr. Kownatzki zurzeit eine Einverständniserklärung aller Eltern unterschreiben und steht in Verbindung mit dem MGFFI, um eine solche Ermächtigung auf den Weg
zu geben. Unterstützt wird er durch die Ärztekammer und auch den BDK.
Damit es für Sie verständlicher wird, worum es hierbei eigentlich geht, nachstehend ein Beispiel:
Eine Mutter kommt mit einem ihrer Kinder in eine Kinderarztpraxis und stellt dem Arzt ihr Kind vor, dass das Kind angeblich von einem seiner Geschwister ins Gesicht geschlagen worden ist. Der Kinderarzt untersucht das Kind und ist im Moment nicht in der Lage genau zu diagnostizieren, ob die Verletzung von den Schlägen eines der Geschwister stammt oder ob es eine Misshandlung sein könnte. Er bittet die Mutter, in 14 Tagen wieder zu kommen, damit er das Kind noch einmal untersuchen kann. Die Mutter kommt aber nicht wieder. Der Kinderarzt ruft die Mutter an. Die angegebne Telefonnummer und die angegebene Anschrift stimmen nicht. Der Arzt kann nichts machen.
Die Mutter geht mit dem gleichen vorbeschriebenen Anliegen nach 14 Tagen zu einem anderen Kinderarzt. Er kommt zu dem gleichen Ergebnis wie der zuerst besuchte Kinderarzt.
Wenn der zuerst konsultierte Arzt in die Datenbank den Namen des Kindes und den Verdacht auf Misshandlung hätte eingeben dürfen, hätte der zweite Arzt dort nachschauen können und den zuerst aufgesuchten Arzt anrufen und die Diagnose mit ihm besprechen können.

Der zweite aufgesuchte Arzt darf aber aufgrund der Schweigepflicht den zuerst besuchten Arzt nicht anrufen und sich über das Kind unterhalten. Wenn das Kind Verdacht auf Masern oder eine andere Krankheit hätte, dürften die beiden Ärzte miteinander telefonieren. In dem Falle, in dem es sich aber um eine Misshandlung handelt, schützt das Gesetz den
mutmaßlichen Täter. Denn der Erziehungsberichtigte müsste erst sein Einverständnis geben, dass die beiden Ärzte sich besprechen dürfen. Ein mutmaßlicher Täter wird natürlich nicht sein Einverständnis geben. Die beiden Ärzte würden sich also strafbar machen, wenn sie sich in diesem Falle beraten würden. Die umgehen im Augenblick die Ärzte, indem sie sich eine Einverständniserklärung aller Eltern unterschreiben lassen. Eine nicht wirkliche Rechtssicherheit.
Was ist das Ergebnis dieser Kindergeschichte? Die Mutter sucht verschiedene Ärzte auf. Nicht alle Kinderärzte sind Riskids angeschlossen, u.a. auch aus dem Grunde, weil diese Datenbank in
Unkenntnis als schlecht beschrieben wird.
Es kommt dann der Moment, wo die Mutter mit dem Kind keinen Arzt mehr aufsucht, weil der Zustand des Kindes schlimmer wird und das Kind stirbt. Es geht dann ein großes Geschrei durch die Medien und die Politik schreit nach neuen und noch mehr Gesetzen. Die Politik befragt unter Umständen auch Fachleute, aber letztendlich entscheidet die Politik und bisher sind eben nicht die richtigen Gesetze für das Wohl und Leben der Kinder worden. Liegt es daran, dass, wie viele Menschen den Eindruck von der Politik haben, die Politik immer alles besser weiß und immer wieder das Rad neu erfinden will, weil wieder gewählt werden will? Man kann ja nicht eine hervorragende Idee eines normalen Bürgers übernehmen, denn Politik könnte sich ja nicht mit diesen Federn schmücken. Was aber viel viel schlimmer ist, haben Sie sich schon einmal bewusst gemacht, dass Sie an dem Tod dieser Kinder eine Schuld mit tragen könnten? Nämlich, weil sich die Ärzte nicht untereinander austauschen durften, so einfach könnten auch Sie zum Mittäter werden. Ich persönlich fühle mich schuldig, dass es diese Möglichkeit des Austausches unter den Riskids Ärzten nicht geben darf und dass Kinder dadurch zu Tode kommen, die hätten leben und gerettet werden können. Um meine Schuld zu vermindern, schreibe ich Sie – Bundestags- und alle Landtagsabgeordneten aller Parteien – an und natürlich auch Sie – die Ministerpräsidenten der einzelnen Länder -. Ich fordere hiermit, die Kinderrechte den Kindern endlich zuzugestehen und nicht nur den Eltern. Kinderrechte müssen auf der gleichen Ebene oder noch höher im Grundgesetz angesiedelt sein. In den Biographien vieler Abgeordneter kann man lesen, dass eine ganze Anzahl von Abgeordneten mehr als ein Kind haben.

Wie können Sie die Verweigerung von Riskids Ihren Kindern gegenüber erklären?
Wieso bewegt diese Diskussion so viele normale Bürger und nicht die Mehrzahl der Abgeordneten?
Ich frage mich, was Sie für Menschen sind, wie Sie sich informieren, ob Sie ein Gewissen haben, Anstand, Verstand oder ob für Sie nur das Amt, die Macht und die damit verbunden Vorteile für Sie wichtig sind.
Ich werde auf jeden Fall eine Tabelle anlegen und die Antworten jedes einzelnen von Ihnen in der Tabelle notieren und dann den Medien übergeben. Die Bürger müssen doch wissen, wen sie wählen.
Antworten Sie nicht, steht das natürlich auch in der Tabelle. Niemand kann Sie zwingen zu antworten. Aber auch damit müssen Sie letztendlich Leben. Hätten Kinder Rechte wie die Eltern, könnten die Kinder Sie unter Umständen wegen unterlassener Hilfe verklagen.
Ich empfehle Ihnen, den beigefügten Vortrag von Dr. Kownatzki genau zu lesen und dann haben Sie gar keine andere Wahl, als Riskids zuzustimmen. Könnten Sie sich vorstellen, dass Sie moralisch und ethisch verantwortlich sind für jedes nicht durch Riskids gerettete Kind? Ich unterstelle Ihnen, dass Sie wissen, dass in den Medien nur über die spektakulären Fälle berichtet wird, aber niemand hilft den tausenden anderen Kindern die geboren und gequält werden dürfen – schreckliche Qualen erleiden und dann sterben müssen.
Sie haben es „in der Hand“, das zu ändern. Wenn Sie es nicht verhindern, unterstützen SIE die TÄTER.
Auch Datenschutz muss endlich zu Gunsten der Opfer, und zwar bevor sie sterben, geändert werden.

Mit freundlichen Grüssen
Hannelore Thomas

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Über riskids

Hannelore Thomas Christian Schult-Str 3 50823 Köln
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17 Antworten zu Offener Brief an die Politiker

  1. Dr.h.c. Fritz Schramma schreibt:

    Sehr geehrte Frau Thomas,
    Sie übergaben mir Unterlagen zu „riskids“ am Sa. 14.8. auf dem Ehrenfelder Straßenfest und baten mich um Rückmeldung. Nach Lektüre kann ich den Aufruf von Dr. Kownatzki und Ihnen nur unterstützen ! Kinderschutz vor Täterschutz und Datenschutz ! Ich werde das Anliegen morgen in einem Gespräch unserer Parl. Staatssekretärin Ulla Heinen-Esser vortragen und um Unterstützung in der Politik bitten. Viel Erfolg bei Ihrem Engagement im Sinne betroffener Pänz. Wir sind mit unserer „Kolner Opferhilfe“ ,einem Verein, dem meine Frau vorsteht und dessen Schirmherr ich bin , sicher auf einer Wellenlänge. Auch hier werde ich im nächsten Vorstand vortragen. M.f.G. Fritz Schramma

    • riskids schreibt:

      Sehr geehrter Herr Schramma,
      Das ist eine große Überraschung. Die Kinder werden es Ihnen sehr danken. Vielleicht können wir überlegen, wie wir hier gemeinsam weiter vorgehen können. Es sind ja viele Abgeordnete zu überzeugen , damit sie der Einführung des Informationssystems und für den Zusatz im Sozialgesetz zustimmen. Ich stehe Ihnen zum Wohle der Kinder jederzeit zur Verfügung.

      Mit besten Grüssen
      Hannelore Thomas

      • riskids schreibt:

        Julian ist sicherlich nicht zum ersten Mal misshandelt worden- Auch dieser Fall beweist, wie wichtig die Einführung der Datenbank des Duisburger Kinderarztes Dr. Kownatzki ist. Stimmen Sie für die Einführung der Datenbank und den zusätzlichen Eintrag in das Sozialgesetzbuch. Schreiben Sie an die Abgeordneten nach Berlin gemäß unserer Forderungen in diesem Blog abzustimmen, zum Wohle der Kinder
        “ -26 Jähriger gesteht Tötung von Julian
        19.08.2010, 11:00 Uhr

        Beamte am Tatort in Delligsen – hier wurde der fünfjährige Julian tot aufgefunden (Foto: ddp)
        Der Mord an dem kleinen Julian aus dem niedersächsischen Delligsen ist offenbar aufgeklärt. Der Lebensgefährte von Julians Mutter habe zugegeben, den Fünfjährigen misshandelt und geschlagen zu haben. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hildesheim. Der 26 Jahre alte Täter habe dabei nach eigenen Angaben unter Drogen gestanden.

        Das Amtsgericht Hildesheim erließ Haftbefehl gegen den Mann wegen Mordes. Julian sei in der Nacht zum Dienstag nach einem Martyrium gestorben, erklärte die Staatsanwaltschaft. Der Mann habe das Kind über Stunden hinweg geschlagen, misshandelt und gedemütigt.
        Julian starb an inneren Blutungen
        Ein nachvollziehbares Motiv habe er in seiner Vernehmung nicht angeben können. Er habe erklärt, vor und während der Tat Amphetamine konsumiert zu haben und gesagt, der Junge habe ihn provoziert.
        Das Kind sei in der Nacht zum Mittwoch an inneren Blutungen gestorben, gab die Staatsanwaltschaft bekannt. Als die Polizei das tote Kind gefunden habe, sei dessen Körper von Wunden und Prellungen übersät gewesen
        Die Mutter sei in der Nacht von Montag auf Dienstag, als sich die Tat ereignete, mit einem jüngeren Kind im Krankenhaus gewesen. Die Leiche des verschwundenen Julian war nach längerer Suche unter Müll in einer Garage in der Nähe seines Elternhauses von der Polizei entdeckt worden.
        Die Polizei hatte den Lebensgefährten von Julians Mutter bereits am Mittwochabend festgenommen. Nach mehrstündiger Vernehmung beim Haftrichter habe der Mann die Tat gestanden.“

        Hannelore Thomas

  2. Hannelore Thomas schreibt:

    Barbara Wimmel schreibt:
    September 7, 2010 um 16:50

    Sehr geehrte Frau Thomas,
    vielen Dank für Ihren Einsatz für Kinder! Auch Ihre Reaktion auf Herrn Canus’ Kommentar gefällt mir. Ich finde es immer wieder sehr bedauerlich, dass zu diesem ganzen Themenbereich, vor allem bei genauerem Nach- und Hinterfragen, so oft und so viel geschwiegen oder ausweichend geantwortet wird. Auch mich würden die Pünktchen in seinen Zeilen sehr interessieren, aber er ist nicht der Einzige, der sich versteckt. Warum, Herr Canus? Wir brauchen diesen Dialog und die vielen betroffenen Kinder noch viel mehr! Auch die neue Meldepflicht der ÄrztInnen von nicht wahrgenommenen U-Untersuchungen in einigen Bundesländern läuft zu oft ins Leere, weil es am Ende der Meldekette keine HANDLUNGSpflicht der Jugendämter zur Inaugenscheinnahme der betroffenen Kinder gibt und sie personell unterbesetzt sind. Das Kindeswohl sollte gesetzlich endlich eindeutig an die ERSTE Stelle gesetzt werden: weil sie sich nicht wehren können und weil sie (fast) ihr ganzes Leben noch vor sich haben: weil sie unsere Zukunft sind … (diese Pünktchen bedeuten: bitte ein bißchen Zeit nehmen, um darüber nachzudenken). Ich betreue Kinder seit 30 Jahren und bin Patentante und Umweltberaterin.

  3. riskids schreibt:

    Auszeichnung für Duisburger Riskids-Datenbank

    Der Bund der deutschen Kriminalbeamten (BDK) verleiht den Preis „Bul le merite” 2009 an die Duisburger Initiatoren der „Riskid”-Datei.

    Mit Hilfe dieser Datei, auf die nur Ärzte Zugriff haben, wollen der Duisburger Kinderarzt Dr. Ralf Kownatzki und Heinz Sprenger von der Duisburger Kripo das „Ärzte-Hopping” von Eltern verhindern, deren Kinder misshandelt werden. In einem Rechtsgutachten wurde vor einem Jahr jedoch festgestellt, dass eine derartige Datei illegal ist. Seitdem wird über eine Gesetzesänderung debattiert.

  4. Thommas Fiedler schreibt:

    Sehr geehrte Frau Thomas,

    ich unterstütze den Kampf gegen Kindesmissbrauch voll und ganz, wenn sie Zeit haben mailen sie mir, gruß von thomas

  5. riskids schreibt:

    Kinderärzte bundesweit arbeiten für das Kindeswohl mit der Duisburger Riskid Datenbank und beweisen damit, dass sie bei Verdacht auf Kindesmisshandlung Kindern helfen können: http://www.riskid.de
    Nach derzeitigem Kenntnisstand liegt die Vermutung nahe, dass Frau Schröder und ihre Expertenrunde diese Tatsachen ignorieren. Die Ministerin hat die

    LEGALISIERUNG DER DATENBANK VERWEIGERT

    Ich habe viel Lebenserfahrung, bin Mutter und Großmutter. Ich kenne Europa und andere Kontinente und viele Menschen und Kinder
    Deshalb erlaube ich mir, Ihnen Frau Schröder, kritische Fragen zu stellen betreffend Ihres Entwurfs zum Kinderschutzgesetz. In dem WDR- Bericht Lokalzeit Duisburg vom 15.12.2010 wird berichtet, das über die Duisburger Datenbank Riskid in Ihrer Expertenrunde viel gesprochen worden ist. Trotzdem ist dieser wichtige Baustein zur PRIMÄR-Versorgung nicht in das Kinderschutzgesetz aufgenommen worden.
    Ich frage Sie auch im Namen aller misshandelten Kinder und ich bitte freundlich um Beantwortung folgender Fragen:
    a) Wer sind die Teilnehmer Ihrer Expertenrunde?
    b) Haben Sie und die Teilnehmer das Gutachten von Prof. Dr. Huster gelesen?
    c) Ist Ihnen allen bekannt, dass er zu dem Ergebnis kommt, dass die Genehmigung zur Benutzung der Datenbank in das Kinderschutzgesetz aufgenommen werden kann, nur die Politik will es nicht?
    d) Haben Sie und die Teilnehmer der Expertenrunde das Gutachten verstanden?
    e) Wenn ja, warum nehmen Sie die Datenbank nicht in das Kinderschutzgesetz auf?
    f) Haben Sie und die Teilnehmer der Expertenrunde die Legalisierung der Datenbank aus Gründen des Datenschutzes nicht in das Kinderschutzgesetz aufgenommen?
    g) Welche Daten werden zu Ungunsten der Kinder geschützt?
    h) Bzw. haben politische Motive und die Einflüsse von Lobbyisten der Expertenrunde dazu beigetragen, dass die Duisburger Riskid Datenbank nicht in das Kinderschutzgesetz aufgenommen worden ist? Das Hamburger Abendblatt vom 10.08.2010 erwähnt, dass Sie sich der Lobbyisten bedienen
    i) Sie und die Expertenrunde wissen, dass nunmehr bundesweit die Kinderärzte – obwohl Sie und die Expertenrunde sich weigern, die Genehmigung zur Benutzung der Duisburger Riskid Datenbaten zu legalisieren – die Datenbank benutzen werden.
    j) Ist es Ihnen als Ministerin gleichgültig, dass Sie mit Ihrer Verweigerung eine unhaltbare Situation geschaffen haben und dass Sie als verantwortliche Ministerin die Arbeit der gesamten deutschen Kinder- und Jugendärzte erschweren und damit auch die Täter weiterhin geschützt und Kinder weiterhin misshandelt werden?
    k) Warum schützen Sie die Täter?
    l) Welche Interessen vertreten Sie?
    m) Ich fordere Sie auf, dass Sie die Duisburger Riskid Datenbank legalisieren, und auch Sie damit beitragen, dass Verdacht auf Kindesmisshandlung schneller erkannt werden kann und weniger Kinder zu Tode kommen oder misshandelt werden, bis sie erwachsen sind. Legalisieren Sie nicht, berauben Sie diese Kinder ihrer Lebensqualität, ihrer Jugend, ihres Lebens

    Ich hoffe, dass ganz viele Menschen jetzt verstehen, was Sie und die Expertenrunde den Kinder antun, wenn Sie die Datenbank nicht legalisieren. Nach meinem Dafürhalten vertreten Sie in keiner Weise die Interessen der misshandelten Kinder und Sie schützen sie nicht vor ihren Tätern. Ich habe den Eindruck, dass Sie die Interessen irgendwelcher Lobbyisten vertreten die aus egal was für Gründen etwas gegen die Duisburger Riskid Datenbank „haben“.
    Deshalb rufe ich alle Menschen auf, sich mir anzuschließen und erneut die Forderung zu stellen: dass Sie die Duisburger Riskid Datenbank zu 100% in das Kinderschutzgesetz aufnehmen. Ich füge hier Ihre Email-Anschrift und die Email-Anschrift des Deutschen Bundestages bei, damit alle Menschen, denen das Kindeswohl wichtig ist, die selbst vielleicht schlimme Zeiten erlebt haben, unmittelbar an Sie schreiben können:
    bundestag@kristinaschroeder.de und mail@bundestag.de

    RISKID ist vom Ansatz her ein Warnsystem. Es werden in der RISKID Datenbank keine umfangreichen Datenspeicherungen zu Kindern und ihren Eltern vorgenommen bzw. ganze Krankengeschichten abgespeichert. Eingetragen werden:

    . die Verdachts ICDS
    . evtl. die Tel. des Jugendamtes, der Hebamme
    . es wird vermerkt, wenn bereits ein Geschwisterkind misshandelt worden ist

    Es wird also kurz und knapp die Verdachtsdiagnose eingetragen.

    Hannelore Thomas, 16.12.2010

    http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/lokalzeit_duisburg.xml

  6. Hannelore Thomas schreibt:

    Offene Email vom 01.02.2011 an Frau Dr. Schröder

    Sehr geehrte Frau Dr. Schröder
    Am 18.12.2010 habe ich Sie gefragt, einen plausiblen Grund zu nennen, warum Sie die Duisburger Riskid Datenbank nicht zu 100% in das Kinderschutzgesetz aufnehmen, d.h. legalisieren. Ich habe dann nochmals erinnert. Bis heute haben Sie nicht geantwortet. Ist Ihnen nicht bewusst, dass Sie mit dieser Verhinderung der Legalisierung persönlich dazu beitragen, dass weiterhin Kindesmisshandlungen in großem Umfange stattfinden können? Vielleicht gehen eines Tages alles die Kinder, die überlebt haben auf die Straße – so wie viele Menschen jetzt für Rechte kämpfen, die ihnen Politiker verweigert haben – und sagen Ihnen ganz deutlich, dass Sie hier nicht auf der Seite der Kinder, nicht auf der Seite des Kindeswohls sind. Schauen Sie sich CNN an und erkennen Sie, dass ich es vielleicht schaffe, für die Kinder ganz viele Menschen in Deutschland zu bewegen, Sie aufzufordern, die Datenbank zu legalisieren.
    Noch einen Rat: hören Sie sich einmal Ihr Interview über die Quoten an, dass Sie im Radio gegeben haben. Ihr Ton, Ihre Ausdrucksweise alles sehr anmaßend, jedenfalls ist das so bei mir angekommen. Sollen Sie nicht die Arbeit machen, die Sie als Familienministerin zu tun haben? Sind Ihnen die Quoten wichtiger als das Leid, ja das verlängerte Leid der misshandelten Kindern durch die Verhinderung der Nicht-Legalisierung der Duisburger Riskid Datenbank durch Sie und Ihr Ministerium? Ich hoffe sehr, dass die Menschen auch in Deutschland sich mittlerweile mehr trauen, und auch einer Ministerin widersprechen, wenn sie sinnvolle Maßnahmen vereitelt.

    Hochachtungsvoll
    Hannelore Thomas

  7. Ich unterstütze RISKID ausdrücklich, weil ich aus fast 40-jähriger Berufserfahrung weiß, was notwendig ist, um Kinder vor Gewalt und einem langen Leiden zu schützen. Kinder können sich nicht selber helfen. Wer die Zielrichtung von RISKID als möglichen „Bruch der ärztlichen Schweigepflicht“ sieht, keine politischen Konsequenzen aus dem Leid zahlreicher Kinder zieht, macht sich moralisch und ethisch an Kindesmißhandlungen und Tötungen von Kindern mitschuldig. Das Zögern und Zaudern, ja sogar Ablehnen dieser Datenbank seitens der „Familienministerin“ und ihrer politischen Freunde kann kein redlicher Bürger nachvollziehen. Wie heißt es so „schön wohlklingend“ im Artikel 6 des Grundgesetzes:
    (1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
    (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
    (3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
    (4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
    (5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gemeinschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.

    Pflege und Erziehung ist also Pflicht der Eltern. Darüber wacht die „staatliche Gemeinschaft“. Tut sie das wirklich, Frau Dr. Schröder???

  8. Gerd Ehrlicher schreibt:

    Als Vater, Großvater und Urgroßvater bin ich fassungslos über soviel Untätigkeit bei unseren Regierenden – zumal mit christlichem Etikett.
    Ich danke der Initiative und Frau Thomas

    Gerd Ehrlicher

  9. Sabrina schreibt:

    Ich wurde als 12-16 jährige selbst vom Freund meiner Mutter körperlich wie seelisch misshandelt. Blaue Flecken hat ja jedes Kind aber ein Arzt kann sehen ob sie wirklich vom Spielen und Toben kommen oder nicht. Hätte meine Mutter nicht dauernd den Arzt gewechselt sobald er die vorsichtige Frage nach Misshandlung stellte, oder hätte es damals schon diese Datei legal gegeben, hätte mir und vielen anderen Kindern dieses Leid erspart werden können. Oft sind wie in meinem Fall die Eltern blind, weil sie glauben sie seien vom Partner abhängig oder haben mit eigenen Sorgen zuviel zu kämpfen, sodass ihnen der Blick für die eigenen Kinder fehlt. Meine Mutter wusste von all dem nichts, weil ihr Freund mich unter Druck setzte und ich nichts sagen konnte. Nur die Ärzte haben gesehen was wirklich passierte und glaubten mir und meiner Mutter nicht, dass ich die Flecken vom Toben hatte. Auch meine Zurückgezogenheit haben sie richtig interpretiert, aber konnten (durften) mir nicht helfen. So ging das Mathyrium weiter bis meine Mutter Jahre später anzügliche Fotos von mir bei ihm fand. Die Sache war verjährt und so kam er ungeschoren davon und ich blieb mit meiner Angst zurück. Nun habe ich zwei Töchter und ER versucht ständig Kontakt zu uns aufzunehmen. Ich wollte eine Unlassungsklage anstreben, aber hierfür habe ich keinen Grund… die Sache mit mir ist ja verjährt – somit ist er unschuldig und es ist ja (noch) nichts passiert…. Solch eine Datei hätte mich beschützt und ich müsste jetzt keine Angst um meine Töchter haben. Wir sind auch schon mehrmals umgezogen, aber er hat uns immer wieder gefunden und nun geht meine Große bald in die Schule und ich kann nicht schon wieder ihren Freundeskreis kappen mit weiteren Umzügen. Es kann nicht sein, dass ganze Generationen unter diesen Menschen leiden müssen. Die Opfer müssen fliehen und die Täter haben jede Handlungsfreiheit… Diese Datei ist so wichtig für die stummen kleinen Seelen die nichts sagen können (dürfen) und die in der eigenen Familie keinen Schutz finden… Diese Kinder sind sich selbst und ihren Peinigern überlassen und ein einfaches Gesetz, das diesen Teufelskreis so leicht brechen kann wird nicht gestattet. Warum geht der Schutz der Täter vor? Die Opfer sind bestraft für´s Leben, die Täter haben Rechte die ihnen nicht zustehen, weil sie die Rechte Schutzloser missachtet haben. Die Dunkelziffern misshandelter Kinder sind höher als die angezeigten Fälle, weil die Täter wissen wie man die Opfer zum Schweigen bringt und niemand anders ihnen helfen kann… Diese Datei würde vielen Kindern helfen die auch in der eigenen Familie ständig missbraucht werden wo niemand hineinsehen kann (darf)… KINDER SIND TABU!!!
    SCHÜTZT UNSERE KLEINSTEN VOR DEN MONSTERN UNSERER GESELLSCHAFT!!! JETZT!!!!

    • riskids schreibt:

      Liebe Sabrina
      ich habe Ihre Nachricht auch der Deutschen Kinderhilfe eV und Herrn Dr. Kownatzki, der ja selbst Kinderarzt ist und RISKID entwickelt hat, weitergeleitet. Ich finde es unwürdig, dass wir hier um Ihre Rechte überhaupt kämpfen müssen. Denn der Schutz für Kinder muss eigentlich selbstverständlich sein. Da es leider nicht selbstverständlich ist, werde ich mich weiterhin mit meiner ganzen Kraft für die Kinder einsetzen.

      Ihre Hannelore Thomas

      • Sabrina schreibt:

        Vielen Dank für Ihren Einsatz. So kommt meine Geschichte vielleicht mal an Stellen, wo sie auch im Nachhinein unabhängig von verjährungsfristen ein Denkanstoss gibt. Es ist wirklich lächerlich, dass wir für die Rechte unserer Kinder kämpfen müssen wo die Politik doch sagt – Kinder sind unsere Zukunft. Das sind sie nur, wenn auch ihre Zukunft geschützt wird… Bei Steuersündern wird jeder einzelne Cent der unterschlagen wurde ermittelt – Datenschutz ist sofort ausser Kraft gesetzt, alles wird offengelegt. Jeder ist verdächtig… Unsere Kinder sind mehr wert, als ein paar Euro an Steuern und sollten über Allem stehen…

    • guelaynur@hotmail.com schreibt:

      KINDER SIND ENGEL !!! SCHÜTZT DIESE KLEINEN ENGEL !!!

  10. Yussuf K. schreibt:

    Uns ist seit Jahren aufgefallen, dass seitens der Politik & Justiz offensichtlich solchen Kindestötungen eine gewisse Toleranz entgegene gebracht wird. Fast täglich liest man in den Medien, dass wieder ein Kind getötete wurde. Blumenkasten, Backofen, Rucksack, Tiefkühltruhe, aus dem fahrenden Zug geworfen, im Müllsack versteckt, aus dem 5. Stock geworfen, in der Badewanne ertränkt, erschossen, verhungert, mit heißem Wasser gequält ….

    Was sind das für Menschen? …. sind das überhaupt Menschen!

    • guelaynur@hotmail.com schreibt:

      Es muss mehr Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden. An Schulen, Kindergärten überall wo Kinder sind müssen Erwachsene hingehen und in kindgerechter Sprache die Kinder immer und immer wieder bestärken sich an hier und da zu wenden, wenn die zu Hause und auch durch andere Menschen Gewalt erleben. Für Kinder muss mehr und mehr Anlaufstellen geschaffen werden. Die Angst der Kinder muss genommen werden….

  11. guelaynur@hotmail.com schreibt:

    Ich unterstütze Ihre Aktion aus ganz tiefem Herzen. Mein Herz blutet und ich habe schon wieder Tränen in den Augen. Die Gott verdammten kranken Menschen. Kinder das sind Kinder was wollte Ihr von den Kindern. Lasst die Kinder in Ruhe ihr verdammten Arschlöcher. Ich kranken Schweine lasst die Kinder in Ruhe ihr verdammten kranken Menschen.

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